... jetzt bin ich von meiner 9. China-Reise zurück und freue mich schon auf die nächste Tour!

Zunächst war ich als Deutschlehrer ein Semester (2004/5)  in Langfang, in der Nähe von Peking. Während dieser Zeit bin ich, gemeinsam mit meinen deutschen und chinesischen Kollegen viel gereist; natürlich waren wir oft in Peking. Nach dem Semester haben wir eine Rundreise durch Südchina gemacht. Danach bin ich noch 7 mal durch China gereist, mal mit einer Gruppe guter Bekannter und Freunde, mal mit meinem chinesischen Kollegen und Freund, mal mit mir bekannten chinesischen (Aushilfs-)Reiseleiterinnen, auch schon öfter allein.

Geplatzt sind eine  Eisenbahntour von Kunming nach Hanoi und Nanning, eine Reise nach Tibet und unsere Seidenstraßentour auf dem chinesischen Teil der Seidenstraßen. Alle Reisen wollten wir eher eigen/selbst-organisiert machen - mit Unterstützung von Herrn Li, Generalmanager einer Reiseagentur in Peking.

In der Planung sind diese Reisen noch, wann sie realisiert werden, steht noch in den Sternen.

Überstanden habe ich eine 4 wöchige Reise durch Gansu und nach Xining. Motto: Von Xi´an nach Dunhuang. Das ist der erste oder der letzte Teil der Seidenstraße. Unsere ehemals geplante Tour würde sich anschließen.

Ja,würde! Im September 2009 habe ich versucht, gemeinsam mit einem deutschen Freund, die Seidenstraßen-Tour fortzusetzen. Wir begannen in Dunhuang. In Hami, schon in Xingjian, holte uns die chinesische Realität ein: kein Anruf nach Hause möglich, weder per Handy, noch per Festnetz, noch per Skype, da der Internetzugang auf China  beschränkt war. Wir machten das Beste daraus, reisten in die Provinz Sichuan, um in Chengdu 2 chinesische Studenten zu treffen, die mit meinem Freund befreundet sind. Von dort arbeiteten wir uns über Luoyang, die Longmen-Grotten, das Shaolin Kloster und Kaifeng nach Peking zurück.

Die bisher letzte Reise führte mich im April 2010 auf die Seidenstraße, genauer von Urumqi nach Turfan, Kashgar und Khotan, drei Wochen in chinesisch/uigurisches Gebiet mit großem muslemischen Anteil (Provinz Qinyiang) und zur Weltausstellung nach Shanghai.

Die nächsten Reisen sind in Planung: einerseits die schon lang geplante Reise nach Tibet und - ganz neu - eine Reise entlang des Kaiserkanals, der längsten von Menschen bisher gebauten Wasserstraße, rund 1800 km - heute nicht mehr durchgehend schiffbar.

Was ich mir in China noch wünsche (außer einigen Reisen):

Nein, nicht noch einmal ein Semester Unterricht (Deutsch als Fremdsprache). Lieber wäre mir ein Semester Methodik und Didaktik, um chinessichen Studenten, die Deutsch lernen und später Deutsch in China lehren wollen/sollen, einiges dazu beizubringen. Davon hatten die jungen (und alten) Kollegen in Langfang  keine Ahnung, wobei ich nicht verkennen will, dass chinesische Didaktik und Methodik sicher anders sein müssen als unsere.

Ich überlege auch, ob ich einzelnen oder einer kleinen Gruppen (bis zu 4 Personen) in China einen Intensivkurs Deutsch als Zweitsprache in Kombination mit Unterricht in interkultureller Kompetenz anbieten könnte, z.B. für Manager, die ganz dringend Deutsch lernen wollen oder die Ihre Deutsch-Kenntnisse dringend verbessern müssen und für ihre Geschäfte interkulturelle Kompetenz brauchen, um erfolgreicher zu sein. Ich würde mir einen ganztägigen Kurs von bis zu 5 Tagen pro Woche über einen oder zwei, längstens drei Monate vorstellen.

Ich interessiere mich auch für eine Ausbildung in Fusszonenreflexmassage - in Erweiterung meiner bisherigen Kenntnisse und Fähigkeiten.

Ganz toll wäre, gemeinsam mit einem daoistischen Mönch, der Deutsch spricht, Goethe ins Chinesische zu übersetzen. Beim DAAD gab es mal eine solche Anzeige, leider ließ sich bisher der Kontakt zu dem Mönch bzw. zu der Person, die diese Anzeige aufgab, nicht herstellen.